Donnerstag, 13.12.2018

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Author Archive: Brigitte Schäfer Schwartze

Die Blumen, sie duften..

Andante moderato op. 117,1 In die wilden Zaubergärten unserer Kindheit waren alle Blumen dieser Erde eingewoben. Ihre Farben und Düfte durchströmten die Tiefe des Augenblicks mit unermesslicher Klarheit. In kristallinen Stunden erlöste uns die Anmut ihrer Schwingungen von der Schwermut der verrinnenden Zeit. Die Blumen dufteten und schwiegen; sie dufteten und schwiegen lange. Ihr Schweigen […]

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Im Zwischenreich

Im Zwischenreich (Andante con grazia ed intimissimo sentimento) op.116,5 Verwundbare Tongespinste – nichts als Schemen in der verrinnenden Zeit – sie verlöschen zur Nacht mit dem Atem der Sterbenden. Ein leiser Schmerz auf der Innenhaut aller Klänge berührt den Schlag meines Herzens – es vergeht ganz sanft in einem Widerhall lang verschwiegener Musik – in […]

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ZWÖLF DODEKAPHONE APHORISMEN FÜR MEINE SCHWESTER SUSANNE (28.6.1959-5.8.2014)

DIES IRAE Schwarze, schwere Wolkentropfen fallen tief in trockne Blütenkelche, Cosmeen und Asphodelen sind verdorrt für alle Zeiten, betörende Resedendüfte verwandeln sich in giftge Wolkenschwaden, Arkadiens zaubrisch- dunklen Zedernhainen droht Untergang und heilloses Verderben. Brot und Wein sind nun vergiftet, auf ewig tief durchsetzt von Fäulnis und Verderben; zum Nachtmahl schaurig Totenvögel laden, der Schrei […]

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„Rondel“ 3

Dodekaphone Klänge zerfallen in Resedendüfte, Verfall durchströmt die lauen Lüfte, Geschrei der Käuzchen Tod bedeutet, Verfall durchströmt die lauen Lüfte, dodekaphone Klänge zerfallen in Resedendüfte. Brigitte Schäfer Juni 2016

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„Rondel“ 2

Der Tod steht früh in düstrer Kammer, Verzweiflung steigt aus Traumgebilden, die Seele auch aus rasch verfallenden Gefilden, Verzweiflung steigt aus Traumgebilden, der Tod steht früh in düstrer Kammer.

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„Rondel“ 1

Gebirg` glüht schroff in nachtmeerfarben, Entsetzen reift im Totenhaus, Gespenster schon zum Leichenschmause laden, Entsetzen reift im Totenhaus, Gebirg` glüht schroff in nachtmeerfarben.

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Am Ende aller Traumgebilde…

Am Ende aller Traumgebilde, wo düstre Wolkenberge geisterhaft versinken im grünlich-schimmernden Abyssus eines tief verwunschnen Sees, wohnen sie ewiglich, die wunden Seelen der Frühverstorbenen – ihr unergründliches Mysterium lastet schwer auf der Stille des nächlichen Weihers. Sie fühlen den Schmerz ihrer verlöschenden Leiber im Innersten ihrer wissenden Augen – kein Hauch, kein Laut, kein Akkord […]

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Susa

Fühle Nebelhände einen bleichen Mond in mir ertränken….. sein wächserner Widerschein versinkt ganz still in den schwarzen Weihern meiner wunden Seele… Im Dämmerlicht der Frühe zerstäuben myonengleich die schattenhaften Düfte, Töne und Farben nächtlicher Schwermut; sie zerfallen in ein ephemeres Gespinst flüchtigen Lichtes und vergehen unaufhaltsam im düstern Wohllaut sanft verdämmernder Morgenröte. Alsbald gerinnt die […]

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Zur kühlen Nacht

Zur kühlen Nacht betreten wir voll stummer Bangnis das Mortuarium der scheuen Seelen- ein zaubrisch-düstrer Buchenhain, durchwoben von Fäulnis und verwunschnem Schweigen. Es ist die Stunde der Frühverstorbenen; sie erscheinen und vergehen im elysischen Duft verwesenden Blattwerks; sie erscheinen auf den sanften Moosen endloser Schwermut und vergehen im Dämmerlicht einer traumerfüllten Schweigeminute….. Alle Winde, die […]

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Der Wald der scheuen Seelen

Gestern noch, zu später Stunde, habe ich ihn abermals besucht, den weltentlegenen, mystisch-fernen Ort der scheuen Seelen – er liegt in den Lüften eines buchenbestandenen Asyls, hoch über der Kuppe eines weitgeschwungenen Hügels, dort, wo die Winde vom Meer herübertönen und die Wellenkämme sich zu kristallinen Klängen türmen; sie erfüllen den tiefen Schatten verblichener Asphodelen […]

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Mein scheues Kind

Mein scheues Kind, Dein Grab Liegt in den Lüften Eleusis´, nah´ den vergänglichen Gefilden Aeoliens, wo die Träume schwer herniedertropfen aus weitgespannten Wolkenfeldern In nächtig-dunkle Zedernhaine; gezeichnet vom bangen Schatten unendlicher Vorzeit erkennen wir schmerzlich die monadische Einsamkeit der Trauernden. „Dann und wann“ durchschimmert ein fahler Mond das schwarze Laubwerk längst vergangener Partituren – sie […]

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