Alsbald
zur Nacht
umschlingt uns sanft
der Atem
anderer Gestirne;
wir fühlen sie tief,
die „Luft von anderen Planeten“-
sie durchwirkt unseren
Geist
mit
immerwährend neuen Stoffen
des Ewig-Unverlorenen
aller Vorzeitlichkeit;
sie fließen
und fließen
in die
mondene Kühle
nächtlich herüberwehender Sphärenmusik
und verwandeln
die
verrinnende Zeit
in ein fein verwobenes
Gespinst
unendlich tönender Momente –
wir atmen
und atmen
wir denken
und denken erneut
den vollendeten
Klang
der
kosmischen Partituren –
„Musik des Weltalls und Musik der Meister“ –
nur gänzlich erfaßbar
für den
Magister
der geheimen Kunst
des
Glasperlenspieles.

Brigitte Schäfer-Schwartze  15./16.09.2015